Die letzten vier Wochen zu Hause
in Deutschland waren letztlich doch ganz schön schnell vorbei…
Am 22. März bin ich nach einem recht entspannten und unterhaltsamen Flug in
Dresden gelandet. Auf dem Flug von Singapur nach Frankfurt habe ich Sabine
kennengelernt. Mit ihr waren die endlos erscheinenden 13 Stunden sehr angenehm.
Noch immer habe ich regen Kontakt zu ihr und möchte sie an dieser Stelle ganz
lieb grüßen:') In Frankfurt angekommen, war es vorbei mit stressfreiem Reisen.
Ich verpasste meinen Flug nach Dresden, da ich ihn etwas zu knapp gebucht
hatte, denn mir reichte die Zeit nicht um von Terminal 2 nach Terminal 1 zu
rennen… und das Lufthansapersonal war nicht gerade sonderlich hilfreich.
Anstatt mich vor allen anderen direkt zum Check-in durchzulassen schickte mich
diese unfreundliche Düse, deren Aufgabe wahrscheinlich darin bestand die
Reisenden zu den richtigen Schaltern zu lotsen, die Treppe nach oben zu den
Lufthansabuchungsbüros. Ich brach in Tränen aus und wusste nichts mehr zu sagen.
Ich musste einen neuen Flug buchen und zusätzliche 5 Stunden warten. Ich war
fix und fertig. Man schickte mich zurück zu Terminal 2, wo ich meinen
zurückgelassenen Koffer, in der Hoffnung den Flug noch zu bekommen, wenn ich
nicht auf die Gepäckausgabe warte, abholen sollte. Der freundliche Italiener,
der mir vorher bereits geholfen und den Transport meines Koffers nach Dresden
in die Wege geleitet hatte, guckte mich mit verständnislosem Blick an, als er
mich zurückkommen sah. Als ich ihn nach einem öffentlichen Telefon fragte,
stellte er mir sofort seins zur Verfügung, sodass ich wenigstens meinen Eltern
Bescheid geben konnte, mich erst später am Flughafen abzuholen...
Umso schöner aber war die Ankunft dann endlich in Dresden. Es war ein tolles
Gefühl Familie und Freunde nach über 14 Monaten wieder zu sehen. Anfangs ist
mir ein wenig die Decke auf den Kopf gefallen. In Australien vom Trubel
verwöhnt, war es doch etwas ruhig zu Hause. Aber man gewöhnt sich an alles:')
Der 60. Geburtstag meiner Mum,
der Hauptgrund meines Besuches zu Hause, der 90. Geburtstag meiner Großtante, Osteressen
bei meiner Schwester, ein Abend in Familie beim Australier "Ayers Rock", ein kurzer
Urlaub in der Schweiz und einige Besuche bei Freunden und Familie standen auf
dem Programm.
In der Schweiz, dort habe ich vor meinem Australienaufenthalt fast zwei Jahre
im Grand Resort Bad Ragaz gearbeitet, habe ich jede Menge Freunde und alte Arbeitskollegen
wieder getroffen. Es war eine große Freude sie zu sehen. Schon nach kurzer Zeit
habe ich mich gefühlt, als ob ich nie weggewesen wäre. Janin, meine beste Freundin aus Schweizzeiten,
die ich zuvor in Heidelberg besuchte, begleitete mich auf den Kurztrip. Wir
haben viele Stunden im Hotel verbracht um sämtlichen Leuten in sämtlichen
Abteilungen "Hallo" zu sagen und ein kurzes Statement über die vergangen 14
Monate zu liefern. Ich war Skifahren, Käsefondue essen, in Sara's Cottage und
fast jeden Abend im Bistro, dort haben wir uns damals schon immer nach
Feierabend auf einen Drink getroffen, und konnte somit meine To-do-Liste erfolgreich
abhaken. Das Sara's Cottage ist ein kleines gemütliches und sehr zu
empfehlendes Restaurant. Meine ehemalige stellvertretende Rezeptionsleiterin und
ihr Freund haben sich damit ihren Traum verwirklicht. Ich war absolut beeindruckt.
Denn dort gab es ein kleines Revival-Dinner mit ehemaligen Rezeptionskollegen,
dass meine ehemalige noch amtierende Rezeptionsleiterin wegen Janin und mir ins
Leben gerufen hatte. Für ein wenig faulenzen in der Sonne auf Andreas und
Martins Balkon, das Wetter hätte besser gar nicht sein können, blieb
zwischendurch auch noch ein wenig Zeit. Ansonsten verging die knappe Woche leider
viel zu schnell…
Schön war's - vielen lieben Dank an alle!!!
Am 24. April hieß es dann auch schon wieder Abschied nehmen.
Bye bye Germany … das australische Abenteuer geht nun weiter:')
Nach einem recht angenehmen Flug habe ich am frühen Morgen des 26. April um
kurz vor eins Perth erreicht. Basti holte mich vom Flughafen ab, und nicht nur
mich, nein auch Stefan, ein Deutscher, den wir letztes Jahr auf der Farm beim
Äpfel- und Birnenpflücken in Cobram, Victoria, kennengelernt haben. Er saß
nämlich ab Singapur in der gleichen Maschine. Anschließend sind wir ins "The
Witch's Hat" Hostel, wo Basti uns schon eingecheckt hatte, gefahren. Die
letzten Tage haben wir noch ein wenig Perth unsicher gemacht. Gestern sind wir
mit der Fähre vom Barrack Street Jetty in Perth nach Fremantle gefahren. Dort
haben wir uns das Gefängnis angeschaut und bei einer Führung so einige interessante
Geschichten über die Insassen und das damalige Leben erfahren. Anschließend
waren wir in der "Little Creatures Brewery", einer Brauerei zum Abendessen.
Heute Morgen habe ich Basti zum Flughafen gefahren. Er ist heute nach Bali
geflogen und wird dort die nächsten vier Wochen Urlaub machen bevor er anschließend
nach Hause fliegt. Denn von nun an geht es ohne Basti weiter. Er hat sich
entschieden seiner Familie nahe zu sein und seinem Papa bei seiner nächsten
Operation zur Seite zu stehen. Ich hoffe dass alles gut wird!
Ansonsten ist heute nicht viel passiert, außer dass ich in einen Schlüssel
abgebrochen habe, ihn anschließend mit Sekundenkleber wieder brauchbar machen
wollte, da ich einfach nur die Tür abschließen wollte, um ruhigen Gewissens das
Haus, in dem ich mich gerade befinde, verlassen zu können und mich anschließend auch
noch die Polizei angehalten hat, da ich es nicht gebacken kriege anständig
verkehrtherum Auto zu fahren und es dazu noch geschüttet hat wie aus Eimern. Oh
mein Gott, die Schlüsselgeschichte hat, wie ich gerade erfahren habe, schon die
Runde gemacht… Neiiiiin! Ich habe mich in dem Moment wie in einem schlechten
Film gefühlt…
Und jetzt muss ich ab ins Bett denn heute geht es noch auf nach Broome:')